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"Was nützt es, wenn wir immer mehr Menschen
zum Joggen bewegen, aber gleichzeitig die Luft
zum Atmen immer dünner wird."
- Eckhard Schupeta
Home Über MCS
"MCS, Erkrankung des 21. Jahrhunderts?"

Fast 25% aller Krankheiten der Weltbevölkerung sind umweltbedingt (lt. WHO), davon knapp 5-10% MCS-Erkrankte weltweit. In den USA, eines von wenigen Ländern mit Anerkennung für MCS, gar über 15%. Davon wissen aber die Betroffenen selbst oft gar nichts, da weder sie noch ein Großteil der Ärzte jemals von dieser Erkrankung gehört haben...

MCS - Multiple Chemical Sensitivity (mehrfach chemische Unverträglichkeit) ist eine chronische Übersensibilität auf jegliche Art von Chemikalien und Schadstoffen bei extrem niedrigen Konzentrationen. Es ist keine Allergie, auch wenn es sich auf den ersten Blick so verhält. MCS ist auch keine Duftstoffallergie, wie sie oft gerne betitelt wird, nicht der Duft macht Probleme, sondern die Chemie, die sich in den Ausdünstungen befinden.

Verursacht wird diese Erkrankung entweder durch eine langandauernde Schadstoffexposition von sehr geringer Dosierung oder durch eine kurzfristige Exposition in sehr hoher Dosis. Schädigungen treten vor allem im zentralen Nervensystem, im Stoffwechsel- und Immunsystem auf. Dabei kommt es zu einem Toleranzverlust gegenüber Chemikalien, die wie ein Trigger auf das Gehirn und manche Organe wirken. Betroffene reagieren besonders auf toxische Stoffe weit unter der Toleranzgrenze, die meist Auslöser binnen Sekunden für dutzende Beschwerden verantwortlich sind:

- Kopfschmerzen
- Müdigkeit
- Augenentzündungen
- Sehstörungen
- Atemwegserkrankungen
- Schleimhautentzündungen
- Schleimhautschwellungen
- Geruchsempfindlichkeit
- Geruchsstörungen
- Mundtrockenheit
- Zungenbrennen
- Halsschmerzen
- Schwindelanfälle
- Magen- Darmerkrankungen
- Hauterkrankungen
- Muskel- und Gliederschmerzen
- Nacken- und Rückenschmerzen
- Übelkeit
- Gewichtsverlust
- schlechte Wundheilung
- starkes Schwitzen
- kalte Extremitäten
- Kribbeln in Extremitäten
- Konzentrationsprobleme
- Vergesslichkeit
- Streß und innere Unruhe
- Schlaflosigkeit
- Erschöpfungserscheinungen
- Lebensmittelunverträglichkeiten
- bis zum anaphylaktischen Schock

Im schlimmsten Fall können diese Symptome alle gleichzeitig auftreten. Viele der Symptome sind medizinisch nachweisbar, doch vermutet kaum jemand eine chronische Vergiftung dahinter. Nur durch Vermeidung der Auslöser bekommt man die Beschwerden wieder in den Griff. Die Geruchsempfindlichkeit ist dabei wohl das markanteste Symptom bei MCS und ein ständiger Begleiter. Damit können Menschen mit MCS hundertfach, meist sogar in 4stelligen Bereich, stärker und intensiver Chemikalien wahrnehmen als der Durchschnittsmensch. Die Chemikalienempfindlichkeit erinnert stark an Kanarienvögel der Bergleute, die vor giftigen Gasen warnten und dies mit ihrem Leben bezahlten.

Der heutige Mensch ist so vielen schlechten Einflüssen ausgesetzt, dass man sich kaum noch richtig davor schützen kann. Es gibt viele Gründe, die zu einer chronischen Vergiftung führen können. Zum einen der genetische Faktor, der die Entgiftungsleistung unseres Körpers bestimmt. Dieser Faktor kann durch Nährstoffmangel, wenig Bewegung und Streß verändert werden. Oft sind die Eltern schon so schwer belastet, dass sie ihre Veränderungen des Erbguts weiter geben und diese über Jahrzehnte unbemerkt in uns schlummern. Hinzu kommen Schwermetallbelastungen durch die Zähne wie Amalgam, die den Körper zusätzlich vergiften. Auch ein Leben in der Stadt ist für die Gesundheit nicht unbedingt förderlich. Und dann folgt noch der tägliche Kontakt zu Chemikalien, denen man vorrangig am Arbeitsplatz und im Eigenheim ausgesetzt ist, ohne diese offensichtlich wahrzunehmen.

"Das Faß ist voll"

Die Vergiftung selbst ist oft ein schleichender Prozess, der über Jahre von vielen Symptomen begleitet wird. Die Entgiftungleistung des Körpers läßt drastisch nach, mit der Folge dass der Schadstoffspiegel im Körper ansteigt, bis der Organismus komplett zusammen bricht. Erkrankungen durch Schadstoffe können mit herkömmlichen Diagnosen nicht erkannt werden, deshalb ist es extrem schwierig, seine oft vielfachen Symptome richtig zuzuordnen. Dies ist aber notwendig, um einer schweren Chemikalienunverträglichkeit entgegen zu wirken.

Bei MCS gibt es mehrere Stufen der Erkrankung, abhängig von genetischen Faktoren, Dauer und Ausmaß der Expositionen. Wer für MCS besonders empfänglich ist läßt sich nicht ausmachen, die Lebensweise ist dabei nicht immer mitentscheidend. Ähnlich wie bei Medikamenten kommt es oft zu unerwarteten Wechselwirkungen durch die unterschiedlichsten Konzentrationen von Giftstoffen. Dabei ist die Menge der Dosis irrelevant. Auch geringste Spuren unter den erlaubten Grenzwerten können Auslöser für schwere Erkrankungen werden. Manche Menschen sind stärker davon betroffen als andere. Grundsätzlich kann es JEDEN treffen, denn Vergiftungen machen vor niemanden halt und können bei jedem auftreten als Allergie, Krebs oder auch als chemische Unverträglichkeit.