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"Krankheiten befallen uns nicht aus heiterem
Himmel, sondern entwickeln sich aus täglichen
Sünden wider die Natur. Wenn sich diese gehäuft
haben, brechen sie unversehens hervor."
- Hippokrates
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"Selbsthilfe ist oft der einzige Weg"

Umweltkranke stehen unter Dauerstreß. Es gibt kaum Möglichkeiten, seiner vergifteten Umwelt zu entkommen; durch ständigen Kontakt mit weiteren Schadstoffen wird der Gesundheitszustand meist noch schlechter. Vorrangig gilt es, sein Umfeld so schadstoffarm wie möglich zu gestalten und die Augen und Nase offen zu halten, um sich nicht weiter zu vergiften.

1. Schadstoffvermeidung!!!
Es gibt keine wirkungsvollere Medizin als sich von allen Schadstoffquellen zu schützen. Ein großes Problem stellt oft das Eigenheim dar, vor allem, wenn die eigene Wohnung für den schlechten Gesundheitszustand verantwortlich ist. Eine neue schadstoffarme Wohnung zu finden erweist sich oft als schwierig, da gerade neu sanierte Wohnungen sehr hohe Schadstoffwerte aufweisen. Einrichtungsgegenstände, die nicht verwendet werden, gitl es zu entsorgen. Je weniger Gegenstände in der Wohnung stehen, umso besser wird die Atemluft.
Zusätzlich sollte man auf neue Produkte verzichten. Der Neugeruch bei Produkten ist in Wirklichkeit nichts anderes als Ausdünstungen von giftigen Chemikaliendämpfen.
Natürlich müssen auch Alltagsprodukte wie Wasch-, Putz- und Geschirrspülmittel, die in die Atemluft gelangen, gegen duftfreie Alternativen ausgetauscht werden. Zu finden in gut sortierten Bio-Märkten und Reformhäuser.

Zur Schadstoffvermeidung gehört auch der eigene Körper. Wer Amalgam sein eigen nennt, sollte diese so rasch wie möglich entfernen lassen, ebenso wurzelbehandelte Zähne. Gerade die Zähne tragen einen großen Beitrag zu einer Vergiftung bei. Leider sind Alternativen ebenfalls nicht ganz ungefährlich.

2. Ernährung
Nahrungsmittel gelangen direkt in den Körper, vom Magen ins Blut und zu den Organen. Deshalb sollte man Nahrungsmittel mit chemischen Zusatzstoffen oder Pestiziden meiden, Schluß mit Konservierungs- und Aromastoffen, Verzicht auf Dosen- und Fertiggerichte. Produkte aus biologischem Anbau sollten bevorzugt werden. Achtung ist auch bei der Verpackung geboten. Es hilft sehr wenig, wenn Bio-Produkte in PVC-Folien gepackt werden und Weichmacher in die Nahrung gelangen. Ebenfalls sollte der Genuß von Zucker eingeschränkt werden. Mehrere Liter stilles Wasser pro Tag fördern zusätzlich die Entgiftung.

3. Nahrungsergänzungsmittel
Nahrungsmittelergänzungsmittel, kurz: NEM's, können den Gesundheitszustand positiv beeinflussen. Gerade durch die hohe Vergiftung arbeiten die Organe auf Hochtouren und benötigen deutlich mehr Spurenelemente als normal. Deshalb werden von Umweltmedizinern gerne Vitamintherapien angeboten, die den Körper unterstützen sollen, die Entgiftung anzukurbeln und gleichzeitig zu entlasten.
Es ist absoluter Blödsinn, Nahrungsergänzungsmittel anzuprangern und als gesundheitsschädlich darzustellen, wie es uns oft von der Schulmedizin und Pharmavertretern suggeriert wird. Dass ein gesunder Mensch nicht unbedingt NEM's benötigt, ist verständlich, sehr wohl können sie bei schwer Erkrankten eine gute Unterstützung sein. Achten sollte man auf jeden Fall auf die Qualität, hier liegt eher das Risikopotenzial, dass NEM's sich negativ auswirken.

4. Körperliche Betätigung
Mit MCS wird das Leben stark eingegrenzt, und deshalb ist Sport nahezu unmöglich. Hinzu kommen viele körperliche Beschwerden, die eine sportliche Betätigung erschweren. Aber genau da muß man drüber hinweg. Bewegung ist die beste Medizin und auch bei MCS sehr wirkungsvoll. Körperliche Betätigungen und starkes Schwitzen fördern die Entgiftungsleistung erheblich. Egal ob Laufen oder Radfahren, wenn man dies auch noch in der Natur mit wenig Schadstoffemissionen um sich herum abhalten kann, ist eine spürbare Verbesserung des Gesundheitszustandes aufjedenfall möglich.

5. Kontakte
Ein Leben mit MCS ist eine einsame Angelegenheit. Aus diesem dunklen Sumpf herauszukommen, ist nicht immer einfach, aber möglich. Psychische Aspekte spielen beim Gesundwerden eine große Rolle, so auch soziale Kontakte zu Freunden, Familie oder auch Selbsthilfegruppen, wo man mit Gleichgesinnten zusammen kommt. Leider stellen diese Kontakte oft große Probleme dar. Menschen ohne chemische Sensibilisierung sind oft unwissend oder sogar ignorant, um sich auf die Bedürfnisse eines Einzelnen, in dem Fall des MCS-Betroffenen, einzustellen. Leider findet man dies oft auch in seinem Freundeskreis und Familie.


Man kann zwar vieles für seinen Gesundheitszustand machen, aber meist reicht dies nur zur Stabilisierung - MCS wird damit nicht geheilt. Dazu müßte man die Wurzel des Entgiftungsproblems kennen, um MCS eventuell wieder los zu werden.
Aber eines ist auf jeden Fall ganz klar erkennbar: Bei einem stabilen körperlichen Zustand sind viele Symptome minimiert bis hin zu verschwunden, zugleich auch deutlich stabiler gegenüber Schadstoffexposition.